Botschaft der Geschwisterlichkeit zum Opferfest

Mit großer Freude haben sich die in Köln lebenden Muslime in der DITIB-Zentralmoschee am frühen Morgen sich zum Festtagsgebet zusammengefunden.

Das Opferfest stärkt das Bewusstsein für Geschwisterlichkeit

Prof. Dr. Nevzat Aşıkoğlu hielt die Ansprache zum diesjährigen Opferfest: „Wieder einmal erfreuen uns die Tage des Opferfestes mit ihrem Kommen. Sie beinhalten den Gottesdienst der Pilgerfahrt als eines der fünf Grundpflichten und Hauptgottesdienste des Islam. Das Opferfest und die Pilgerfahrt sind das Fest des Friedens, Wohlergehens und Flehens in Gemeinsamkeit, der Gleichwerdung losgelöst vom Status und sich selbst Bewusst-Werdung. Es ist das Fest der Kontemplation, der Erneuerung, der Geduld und der Erziehung des Egos. Dazu gehört ebenfalls keinem Lebewesen etwas anzutun, Zeuge der Geschichte zu sein, das Heilige und die Geschichte wahrzunehmen, sowie sich den Bedürftigen, Vereinsamten und Mittellosen anzunähern. Wir sollten unseren Einsatz für die Werte der Menschheit nachhaltig aufrechterhalten und Vorbilder sein, um im Namen der in den Sog der Sorglosigkeit geratenen Menschheit die Herzen der Menschen als Geschwister zu vereinen. In einer Welt, in der sich Hass und Groll, Rassismus und Diskriminierung weltweit verbreitet, sollten wir unsere Existenz derart geschwisterlich gestalten, ohne auf Hautfarbe, Ethnie, Sprach, Kultur, Herkunftsregion, Amt oder Status zu achten. Schließen möchte ich mit der Fürbitte, dass unserer Schöpfer das Land, in dem wir leben, und darüber hinaus die gesamte Menschheit von jeglichem Unheil, Katastrophen und Terror verschonen möge.“

In der anschließenden Feiertagspredigt wandt´ sich Emre Şimşek, Religionsbeauftragter der DITIB-Zentralmoschee, an die Gemeinde: „Diese gnaden- und segensreichen Festtages ermöglichen uns in schönster Weise die Empfindungen der Einheit, Eintracht und Geschwisterlichkeit zu verfestigen. Ich möchte an das Hadis „Die Gläubigen sind Geschwister.“ erinnern. Aus diesem Grund sollten wir mit der Festtagsgratulation bei unseren Familienmitgliedern, unseren Verwandten und Nachbarn beginnen. Die Kranken und Alten sollten besucht werden und ihre wohlwollenden Bittgebete sollten erwirkt werden. Auch die hiesige Gesellschaft sollte mit der Freude und Begeisterung des Festes bekannt gemacht werden.

Wenn wir unsere Kinder beschenken, sollten wir uns auch der Halb- und Vollwaisen erinnern, die keine Eltern haben, die wir ebenfalls mit Geschenken bedenken können. Lassen sie uns darin bemühen, dass wir ebenfalls unseren nach Deutschland geflüchteten Geschwistern das Gefühl des Festes miterleben lassen, die wegen Unannehmlichkeiten ihre Länder verlassen mussten.

In diesem Sinne gratuliere ich nochmals zu ihrem Opferfest und wünsche von Allah, dass es vor allem der islamischen Welt und unserer Welt Frieden und Wohlbehagen bescheren möge.“

Nach der Predigt öffneten sich die Hände gen Himmel, um die Muslime in die Gebete einzuschließen, die in verschiedenen Teilen der Welt unter schweren Bedingungen leidend Tränen vergießen und die Freude des Opferfestes nicht teilen können.

Nach dem gemeinschaftlichen Festtagsgebet haben sich Prof. Dr. Nevzat Aşıkoğlu, Vorstandsvorsitzender der DITIB, Emre Şimşek, Religionsbeauftragter der DITIB-Zentralmoschee, und alle Gebetsbesucher persönlich gegenseitig zum Opferfest gratuliert.

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